Kultureller Frauenüberschuss

Ich war am Donnerstag, 26.3.15 in der Evangelischen Akademie in München zum ‚Literaturfrühstück‘ eingeladen, von 10h bis 12h. Eine Dame aus dem Luchterhand-Verlag (Lektorin), hielt einen kurzen Vortrag über Michail Bulkakow (russischer Autor) und las aus seinen edierten Briefen. Wie schon beim erstenmal, waren auch dieses Mal ca. 30 Frauen da und ich der einzige Mann außer dem Leiter der Veranstaltung. Das letzte Mal waren wenigstens noch zwei weitere Männer da gewesen.

Dieser Autor durfte in den Zwanziger und Dreißiger Jahren nicht aus Russland ausreisen, hatte praktisch Schreibverbot und durfte nichts veröffentlichen! Da darf man gar nicht an die heutige Situation der Schreiber denken.

Eine der Damen war eine Kennerin und Liebhaberin der Werke Bulkakows und sehr redegewandt. Sie trifft sich mit anderen Damen zu einer Lesegruppe um sich weiter zu bilden! Man staune, wie die Damen sich mit Begeisterung der Literatur widmen. Ich kam mir irgendwie am verkehrten Ort vor, denn wo sind all die kulturell interessierten Männer gewesen? Doch nicht bei den Bayern im Stadion, am Vormittag?! Da kann ich nur sagen: Ihr Männer seid wirklich keine Vorbilder mehr in kultureller Hinsicht, und ihr habt auch nichts mehr verloren in der Spitze der Wirtschaftkonzerne. Rüstet ab und verliert euch in Fußballstadien oder in den Puffs der Städte. Dort könnt ihr euch die Kehle aus dem Hals schreien oder eure Samen in die Gummis spritzen. Zu mehr seid ihr nicht mehr imstande! Halt, ja zum Basteln von Todeswaffen und zum Kriegführen und dabei Frauen und Kinder vergewaltigen. das traut man euch noch zu. Schade, dass ihr im Lauf der Jahrzehnte so enorm abgebaut habt. Werdie Kultur verläßt, der geht ins gesellschaftliche Nirgendwo.

 

Über Markus Dosch

Markus Dosch wurde in dem Dorf Allach bei München 1931 geboren. Kindheit und Jugend sind durch die nationalsozialistische Herrschaft geprägt, vor der der Junge in eine Welt der Bücher flieht. Die Beschäftigung mit Märchen, Mythen und Sagen bietet eine Möglichkeit zu leben und zu überleben. Das Lesen erweckt schon früh den Wunsch selbst zu schreiben und das Leben in Sprache zu verwandeln. In seinen Erzählungen verarbeitet er vielfach seine Erfahrungen als Mitarbeiter einer Versicherung. Die Erlebnisse eines ganz normalen Büromenschen werden hier zu manchmal schaurigen, manchmal heiteren, manchmal bissigen Geschichten verdichtet. Die frühe Faszination durch Mythen und Märchen kehrt dabei in der Kunst des Autors wieder, das Wunderbare oder das Abgründige im Einerlei des tagtäglichen Lebens aufzuspüren und in poetische Bilder zu fassen. Ich bin Mitglied im VS - Verband Deutscher Schriftsteller in Bayern P.E.N. - Club Deutschland Werkkreis - Literatur der Arbeitswelt

29. März 2015 von Markus Dosch
Kategorien: Allgemein | 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Meine Beobachtung und deren Schlussfolgerung kann ich nur bestätigen. Löst die Männer ab, sie haben genug Unheil gestiftet und werden diese schöne Welt noch total vernichten, mit allem was darauf fleucht und herumkrabbelt. Ihre Hirnintelligenz führt sie in ständige Versuchung, die Welt zu ‚verbessern=zu verschlimmern! Mehr fasst ihr Gehirn nicht. Darauf sind sie sehr stolz und erkennen nicht, was sie da anrichten. Lasst sie bloss nicht auf andere Planeten, diese Planetenverderber, sollen sie sich doch selbst ausrotten, aber das ist nur ein Wunschtraum. Gebt also den Frauen eine Chance oder nehmt sie euch einfach, dann haben wir wenigsten die Möglichkeit einer Chance. Gutwillige Männer sind sehr erwünscht, gründet also eine Gruppierung als Hilfe für die Frauen bei ihrem Aufstieg zu den Weltretterinnen!

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